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Klopapier, Küchenpapier, Backpapier u.ä.

Dieses Thema im Forum "Geschäfte + Bezugsquellen" wurde erstellt von Bio_Logisch_oder_was, 13 Oktober 2016.

  1. Hallo,

    ich kaufe ja generell recht gern beim NETTO ein, der hat ja jetzt schon ein Jährchen eine Partnerschaft mit dem WWF und bietet seitdem auch immer mehr Produkte an, die aus irgendeinem Grund das WWF-Siegel tragen. (da gibt's jetzt auch eine App, mit der man per Smartphone zahlen kann, kA wie genau, aber die spenden dann pro Einkauf €1 - das werd ich auf jeden Fall probieren).
    U.a. gibt es da seit einiger Zeit die Hausmarke favora, von der gibt es bisher
    - Toilettenpapier und
    - Küchenpapier
    => beides aus 100% Recycling-Papier.
    Ich wart noch drauf, dass es von dieser Marke auch Taschentücher gibt, sind ja auch nicht so viel anders.
    - Backpapier
    gibt's zwar nicht von dieser Marke, aber das von PRIVA ist zumindest nach Benutzung kompostierbar.
     


  2. Sunny

    Sunny Mitglied

    Hallo Bio,

    da sollte man sich mal fragen, warum die Produkte das WWF Siegel tragen dürfen. Weil sie so ganz besonders umwelt- und menschenfreundlich produziert wurden bestimmt nicht. Sonst könnten diese Preise nicht zustande kommen. Es ist eine sehr beliebte Strategie des Marketings, gerade billige Supermarktprodukte mit irgendwelchen Umweltthemen in Verbindung zu bringen, um höheren Umsatz zu erzielen. (es gibt z.B. auch Bier, wo beim Kauf jedes Kastens irgendwo ein Baum gepflanzt wird oder so).

    Dass sich ein Umweltverband dafür hergibt, für ein wenig Geld seinen guten Namen zu verkaufen und seine Prinzipien über Bord zu werfen, ist eine andere Sache. Man sollte sich da überlegen, ob es noch Sinn macht, einen solchen Verband überhaupt zu unterstützen oder ob man sein Geld dann lieber in effektivere Projekte steckt.

    Jeder Supermarkt hat heutzutage seine "Hausmarken" für ökologisch besser produzierte oder sogar mit EU Biosiegel versehene Produkte. Aber ohne mir jetzt jedes Produkt einzeln angeschaut zu haben, sagt mir der gesunde Menschenverstand, dass so etwas einen Haken haben muss. Wenn ich ein Produkt bei einer Kette einkaufe, dann muss dieses Produkt in allen Märkten dieser Kette immer und in großer Menge und zuverlässig verfügbar sein - das bedeutet, dass es nur in Massenproduktion hergestellt worden sein kann, was widerrum nur zu Lasten der Umwelt geht.

    Mit Ausnahme der ganz wenigen, saisonal angebotenen Nahrungsmittel, die einzelne Märkte beim Bauern nebenan als kurze Aktion kaufen und ins Sortiment stellen, haben Supermärkte und noch mehr Discounter zwangsläufig nur in Masse produzierte, über viele, viele Kilometer oft mehrfach um die Welt transportierte und in irgendeiner Form haltbar gemachte (meist durch Zusatz von Produktionshilfsstoffen, die zwar dasselbe sind, was sie früher bei den Inhaltsstoffen waren, aber seit die Inhaltsstoffe deklarationspflichtig wurden, kurzerhand zu den nicht deklarationspflichtigen Hilfsstoffen verschoben wurden) Produkte im Sortiment.

    Nach meiner Erfahrung kannst Du nicht davon ausgehen, dass das, was die Werbung (die Aufdrucke, Aussagen) suggerieren sollen automatisch stimmen. Wenn Du wirklich Bio-logisch leben und einkaufen willst, dann musst Du Supermärkte (egal ob Bio oder konventionell) meiden, von lokalen und saisonalen Produkten leben und diese direkt beim Erzeuger einkaufen, wo Du DIr ansehen kannst, wie sie produziert werden (also ob stimmt was drauf steht) und möglichst viel selbst machen (z.B. Brot backen, saure Gurken einlegen etc.) und auf jeden überflüssigen Schnickschnack verzichten.

    LG
    Sunny
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Oktober 2016
  3. Ja - Moment - Du hast schon Recht. Das unterschreib ich auch größtenteils so, wenn es um Lebensmittel geht - da ist es letztendlich das Beste, regional und saisonal einzukaufen - wenn es um Lebensmittel geht.

    In dem Post von mir geht es nicht um Lebensmittel. Dafür gibt es eine ganze Unterkategorie in diesem Forum, mehrere Unterforen ...
    Und was große Umweltorganisationen anbelangt - naja, denen kann natürlich jeder nach Belieben ver- oder misstrauen. Letztendlich kann da jeder glauben was er mag, denn bei jeder großen Organisation - die demzufolge auch wirklich was bewegen kann, weil sie halt die Mittel dazu hat - lässt sich wohl das ein oder andere Haar in der Suppe finden. Was wären denn Deiner Meinung/ Erfahrung nach "effektivere Projekte"? Mach doch dafür einen eigenen Thread auf, wenn Du magst, hier gehört das, dem Titel folgend, eigtl. nicht hin. Ich werde mich aber an dieser Diskussion nicht beteiligen, denn wie gesagt, letztendlich glaubt jeder was er mag, niemand kennt wirklich zu allem alle Hintergrundinfos, niemand ist allwissend, jeder steckt sein Geld dahin wo er glaubt dass es was bringt - ob das dann wirklich der Fall ist, das kann wohl keiner von uns mit absoluter Sicherheit beantworten ;-)


    Gruß,

    Bio
     
  4. Sunny

    Sunny Mitglied

    Es ist egal, ob Lebensmittel oder andere Produkte.
    In Discountern (deswegen heissen sie so) bekommst Du die Produkte zu Billigstpreisen. Discounter sind Ketten, die widerum zu großen, rein gewinnorientiert arbeitenden Konzernen gehören. Wenn ein Produkt in Masse und zu "Discounterpreisen" zu haben ist, dann muss ich mich immer fragen, wo der leidtragende sitzt, der für diesen Spottpreis blutet. Meist sind es Umwelt UND Arbeitskräfte in Drittweltländern.

    Was die Umweltorganisation anbelangt: ich hatte nicht vor, über die Organisationen zu diskutieren.
    Du hast sie als Argument FÜR den Kauf des Produktes angeführt und ich habe Dir dargelegt an dem von DIr genannten Beispiel, warum ich diese angeblich "gute Tat" des Produktanbieters nicht für echtes Umweltbewusstsein, sondern für eine Marketingstrategie zwecks Gewinnmaximierung halte.

    LG
    Sunny
     
  5. Hallo,

    von der Globus-Hausmarke "natuvell" gibt es jetzt auch Toilettenpapier aus 100% Recycling-Papier.
    So für sich genommen eine erfreuliche Sache.
    Wie und wo das produziert wird, weiß ich nicht. Die Htgd interessieren mich da aktuell weniger. Das ist wie mit Klimamodellen: versucht man, alle Faktoren einzubeziehen, verzweifelt man an Sinn und Erfolgschance.
    Gruß,

    Bio
     
  6. Es werden allmählich mehr - sehr erfreulich.
    Mit der Marke öko-purex hab ich jetzt noch eine gefunden, diesmal wieder Küchenpapier, auch aus 100% Recyclingfasern.
    Nur bei Taschentüchern gibt es da noch nix - komisch - aber das kommt auch noch.
     
  7. Ape.

    Ape. Mitglied

    Schöne Hinweise, Bio, danke! :)
    Bei Rossmann gibt es von alouette Taschentücherboxen mit " 100% Recycling". Soweit ich weiß aber leider bisher nur 80-Tücher-Boxen.

    Für die Diskussion zwischen Euch beiden da oben komme ich wohl zu spät und will da jetzt auch gar nicht so tief einsteigen (weil ich mich in den Produkten nicht auskenne), aber auch wenn Sunny recht hat, dass man bei Discountern immer einen Haken erwarten muss, ist ein generelles "Die Produkte sind sowieso alle gleich schlimm" auch falsch. Das hat Sunny so natürlich nicht gesagt und vermutlich auch nicht gemeint. Aber ich denke durchaus, dass man davon ausgehen kann, dass es der Umwelt weniger schadet, wenn man "Bio"- oder "Recycling"-Produkte kauft, als wenn man die günstigsten nimmt. Natürlich ist es eine Marketingstrategie, aber das heißt ja nicht, dass es nicht besser bzw. das kleinere Übel ist.
    Ich musste als Vegetarier, der jedes Töten von Tieren zum niederträchtigen Stillen der Lust am Essen aus dem tiefsten Innern ablehnt, lernen, dass man "Flexitarier" oder Leute, die "auch mal vegetarisch" essen, loben muss, da man dort mit Kritik das Gegenteil von dem erreicht, wofür man eigentlich kämpfen möchte. So ähnlich sehe ich es in diesem Punkt: Gut, wenn Leute bewusst die weniger-schlechte Handlung durchführen.
    Vielleicht ist auch das eine Herangehensweise, die den Planeten zugrunde richtet. Aber immerhin Hand-in-Hand und nicht mit verhärteten Fronten :p
     
  8. Hallo Ape,

    das lass ich einfach so stehen. Ich denke, das ist eine recht gesunde Einstellung. Man muss einen Mittelweg finden. Extreme, von egal was, sind meistens von Übel.
    Diese Groß-Boxen sind halt nicht so praktisch für die Hosentasche, das beult so aus ;-) Aber das wird schon.
    Taschentücher hatten ja eigtl. noch gefehlt in meiner "Sammlung" - aber nur beim rossmann, das ist blöd, man müsste schon alles von einem kriegen können. Naja, gibt's sicherlich bald auch bei anderen. Die ersten beiden - Klo- und Küchenpapier - hab ich jetzt immerhin schon beim Globus entdeckt. Ohne diese WWF-Kooperation, aber das ist ja Jacke wie Hose. Die Taschentücher hat der bestimmt auch bald. Letzten Sa hab ich noch keine entdeckt, aber mal sehen. Zur Not könnt ich in meiner Mittagspause immer so ein, zwei Sachen besorgen - was ich halt gut in die Taschen bringe - Geschäfte hab ich alle hier.
     
  9. Von natuvell gibt's die jetzt auch (Taschentücher,, leider vorerst auch nur in der "Zuhause-Packung" (große Box) Aber immerhin. Hab jetzt nicht den Preis mit denen von alouette verglichen.
     
  10. Jimmienn

    Jimmienn Neues Mitglied

    Mal kurz nachgefragt: Steuerst du immer die gleichen Geschäfte an oder suchst du auch bei anderen Läden man was?
     
  11. Unterschiedlich. Wo ich grad hinkomme. Von da wo ich bislang gearbeitet hab, bin ich halt täglich zur Mittagspause zu so einem Kaufpark gegangen, wo der Globus ist, deshalb war ich da halt häufig.
     
  12. Jimmienn

    Jimmienn Neues Mitglied

    Taschentücher brauch ich zum Glück weniger.
    Paprika kommt bei uns oft auf den Tisch, so auch Knobie und Zwiebeln. Dazu ein wenig Bewegung, Fahrrad oder zu Fuß.
    Klar wer in einem Großbüro oder im häufigen Kontakt zu unseren Mitmenschen steckt kann selbst mit Gemüse nicht ewig unangetastet bleiben.
    Kennst du laden-finden.com. Eine Geschäfte Suchmaschine mit der man auch Läden findet von denen man keine Ahnung hatte das sie existieren ;)
    Ist mir passiert.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2 November 2017
  13. Hallo,

    ich brauch oft Taschentücher, v.a. im Winter. Bewegung hab ich eigtl. genug - zwei Teilstücke zur und zwei von der Arbeit täglich ... Grad hab ich da wieder nachgekauft - natürlich so eine Großpackung, die es schon in Recycling-Qualität gibt - dabei hab ich gesehen, alouette hat jetzt nachgelegt - von denen gibt es jetzt Taschentücher aus 100% Recycling auch im "Taschen-Format", also in kleineren Packungen wie man's klassischerweise kennt.
    Coole Sache. Damit gibt's eigentlich, wenn man keinen gesteigerten Wert auf bunte Bildchen auf Taschentüchern (oder auch auf Klopapier) legt, abgesehen von denen mit Balsam keinen mir logisch scheinenden Grund mehr, andere zu kaufen - und Balsam auf Taschentüchern ist zwar praktisch, aber irgendwie doch total verschwendelich ...
    Gruß,

    Bio
     

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